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RHEINISCHES REVIER
Bioökonomie
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Bioökonomie im Rheinischen Revier
Bioökonomie bezeichnet eine Wirtschaftsform, die die Erzeugung, Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Systeme umfasst, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen. Die Bioökonomie ist daher ein sehr umfassender Ansatz, der nicht sektoral abgrenzbar ist, sondern ein Gegenentwurf zur fossilen, linearen Ökonomie. Aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur und der exzellenten Wissenschafts- und Forschungslandschaft hat das Rheinische Revier hervorragende Voraussetzungen für die Entwicklung einer regionalen Bioökonomie.

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Netzwerke

14.08.26
Innovationscluster BioökonomieREVIER
Innovationslabore für schnelle, praktische Umsetzung von Wissenschaft in die Wirtschaft
Ein wichtiges Element der Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland sind 14 sogenannte „Innovationslabore“. Hierbei handelt es sich um erfolgversprechende Forschungsansätze mit sehr guten wirtschaftlichen Umsetzungsmöglichkeiten. Sie alle sollen auf unterschiedliche Weise zur Transformation des Rheinischen Reviers von einem fossilen hin zu biobasiertem Wirtschaften in Wirtschaft und Landwirtschaft beitragen.
Die Innovationslabore sind untereinander vernetzt und thematisch in drei Clustern gebündelt:
Innovative Landwirtschaft
Biotechnologie & Kunststoffwirtschaft sowie
Integrierte Bioraffinerie.
Aus den Erkenntnissen sollen schnell Wertschöpfung und neue, neuartige Arbeitsplätze entstehen. Es geht hier um viel mehr als „nur“ allein um wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. Es soll vielmehr exemplarisch dargestellt werden, dass eine engere Verzahnung und Wissenstransfer von der Forschung hinein in die Wirtschaft zu mehr Wertschöpfung und Nachhaltigkeit führen können. Denn das Rheinische Revier soll nach dem Ende der fossilen Energieträger für die Menschen dauerhaft zukunftsfähig und attraktiv sein.
Im interdisziplinären Forschungs-Konsortium der „Innovationslabore“ von BioökonomieREVIER engagieren sich regionale Universitäten und Forschungseinrichtungen für die Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland. Mit Instituten der RWTH und Fachhochschule Aachen, des Forschungszentrums Jülich und der Fraunhofer Gesellschaft sind sowohl die angewandte wie die Grundlagenforschung vertreten und weitere Firmen aus dem Rheinischen Revier wie SenseUp Biotechnology GmbH und YNCORIS GmbH & Co. KG.
Die Innovationslabore werden im Rahmen des Sofortprogramms „Strukturwandel“ vom Bundesforschungsministerium BMBF gefördert und von der Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER begleitet.

14.08.26
Bioökonomie Verstehen. Verbinden. Unterstützen.
Eine professionelle Begleitung der technologischen Forschungsprojekte findet durch das vom BMBF geförderte Projekt Bioökonomie Verstehen. Verbinden. Unterstützen (Bioökonomie-VVU) statt. Bioökonomie-VVU fördert innovationsbegleitend den Strukturwandel im Rheinischen Revier.
Dafür sollen im Rheinischen Revier komplementäre Akteure rund um das Innovationsfeld Bioökonomie zusammengebracht werden, sodass unter Nutzung offener Innovationsprozesse konkrete Wertversprechen und Lösungen entstehen. Ein besonderer Fokus des vom BMBF geförderten Projekts liegt auf der Erforschung der Innovationsökosysteme rund um das Innovationscluster BioökonomieREVIER und das Kompetenzzentrum Bio4MatPro.
Das Projekt Bioökonomie-VVU ist für einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt, bis Ende des Jahres 2026, und umfasst zum einen die Begleitforschung durch ein Konsortium wissenschaftlicher Institute der RWTH Aachen und der TU Dortmund, zum anderen eine Geschäftsstelle, die gemeinsam vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) der RWTH Aachen und dem Institut für Pflanzenwissenschaften (IBG-2) des Forschungszentrums Jülich betrieben wird.
Ziele der Begleitforschung
Das übergeordnete Ziel der Begleitforschung besteht darin, Erkenntnisse und Erfahrungen in der Modellregion zu systematisieren und nutzbar zu machen, um regionale Innovationsökosysteme mit ihren spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren besser zu verstehen und um den erfolgreichen Aufbau der Modellregion Bioökonomie zu gewährleisten. Die inhaltliche Begleitforschung setzt sich aus komplementären Arbeitspaketen zusammen, innerhalb derer verschiedenste Themenbereiche in einem interdisziplinären Methodenmix erforscht werden.
Insgesamt wird die Begleitforschung das Zusammenspiel von Akteuren in der Modellregionen sowie den Transfer neuen Wissens kontinuierlich begleiten, das regionale Wertversprechen erschließen, die Gründungs- und Ansiedlungsaktivitäten in der Region unterstützen, mit innovativen Kommunikations- und Partizipationskonzepten die Akzeptanz und Wahrnehmung unter den Bürger:innen stärken und die regionalen und ökologischen Auswirkungen einer derartigen Transformation untersuchen. Bioökonomie-VVU strebt an, das hier erzeugte Wissen und die gesammelten Erkenntnisse über die bestehende Förderphase hinaus langfristig für Förderprogramme sowie für Projekte – auch in anderen Regionen – nutzbar zu machen.
Projektlandkarte

Forschungszentrum Jülich / BioökonomieREVIER / Sascha Kreklau
10.05.26
BioökonomieREVIER
BioökonomieREVIER als Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften und innovative Kreislaufprozesse.
Neue Perspektiven für die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft – das will BioökonomieREVIER im Rheinischen Revier in einer Zeit des Wandels erreichen. Entstehen soll ein regionales Innovationssystem, das die Stärken der Region aufgreift und weiterentwickelt.
Orte mit Geschichte werden dabei zu Orten der Zukunft – in sogenannten Profilorten, an denen Bioökonomie konkret erlebbar wird: wie Bürgewald, dem ehemaligen Morschenich-Alt. Mit dem Agri-Food-Energy-Park und der neuen Koordinationsstelle entsteht dort ein lebendiges Zentrum, in dem Landwirtschaft, Forschung und Technologie zukunftsfähige Lösungen gemeinsam voranbringen.
So entwickelt sich das Rheinische Revier Schritt für Schritt zu einem Leuchtturm für eine zirkuläre, klimaneutrale Bioökonomie – mit Modellcharakter weit über die Region hinaus. BioökonomieREVIER steht dabei für einen Strukturwandel, der Ressourcen schont, Menschen einbindet und neue Perspektiven schafft.

Sabine Kortmann/CLIB
10.05.26
Graduiertencluster AUFBRUCH
AUFBRUCH vereint erstmalig drei Universitäten, drei Fachhochschulen, eine Forschungseinrichtung und ein Innovationsnetzwerk in einem zukunftsorientierten Graduiertencluster, der mit 12,5 Millionen Euro vom BMBF gefördert wird.
Das Rheinische Revier hat die Vision, zeitnah zu einer Modellregion der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bioökonomie zu werden. Der Graduiertencluster AUFBRUCH möchte hierbei junge Menschen in ihren Promotionen befähigen, das Momentum zur Veränderung aufzugreifen und den Aufbruch in eine nachhaltige Bioökonomie mitzugestalten. AUFBRUCH ist dabei als eins von 31 Vorhaben der 19 Ankerprojekte benannt, die aus Sicht des Landes NRW zentral für eine erfolgreiche, zügig und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels sind. Nachhaltigkeit ist eins der zentralen Kriterien für eine erfolgreiche Bioökonomie, aber keinesfalls eine automatische Folge. Gemäß der Vereinten Nationen bedarf es „einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Zukunft.“ In AUFBRUCH ist dazu ein Konsortium von acht Partnern im und um das Rheinische Revier versammelt, namentlich die RWTH Aachen University, die FH Aachen, der Cluster industrielle Biotechnologie (CLIB), die Technische Universität Dortmund, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Forschungszentrum Jülich, die TH Köln und die Hochschule Niederrhein. Damit sind in AUFBRUCH Kompetenzen aus Biotechnologie, Chemie, Verfahrenstechnik, Logistik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Raumplanung abgebildet. Die insgesamt 37 geförderten Promotionsvorhaben, zuzüglich assoziierter Projekte, ordnen sich thematisch jeweils einem von sechs Innovationsbereichen zu, die an Fallbeispielen übergeordnete Herausforderungen der Bioökonomie im Revier adressieren.

https://foodineum.de/
10.05.26
foodineum
Das Ankerprojekt foodineum ist ein Kristallisationspunkt für Gründungsaktivitäten und die Ansiedlung von KMUs und gleichzeitig Partner für etablierte Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft in NRW bis hin zu den Niederlanden und befasst sich schwerpunktmäßig entlang der Produktionskette mit Fragestellungen zu pflanzlichen Lebensmitteln, alternativen Proteinen und der Verwertung pflanzlicher Roh- und Reststoffe.
Das foodineum im Herzen von Neuss ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule Niederrhein und des Rhein-Kreis Neuss. Dank einer Förderung von Bund und Land in Höhe von rund sieben Millionen Euro bauen wir modernste Infrastruktur auf, treiben Pilotprojekte voran und bieten Unternehmen Zugang zu kostenneutraler Forschung und Entwicklung.

WIN.DN + HPP Architekten
10.05.26
Modellfabrik Papier im Innovationsquartier Düren
Papierherstellung neu und klimaneutral denken.
In Düren wird ein Forschungszentrum für ein bundesweites Innovationsnetzwerk zur nachhaltigen Papierproduktion errichtet. In der Modellfabrik Papier haben sich 17 führende Unternehmen der Papierindustrie und -zulieferindustrie mit Partnerinnen und Partnern aus der Wissenschaft zusammengeschlossen, um bis 2045 80 Prozent des Energiebedarfs in der Papierproduktion einzusparen.
Die Modelfabrik Papier ist eines der derzeit ambitioniertesten Gemeinschaftsprojekte der Papierindustrie in Deutschland. Als Innovationsnetzwerk verbindet sie führende Forschungseinrichten verschiedener Fachrichtungen mit einer der energieintensivsten Branchen. Gemeinsam erforschen sie innovative Lösungen für die nachhaltige Papierherstellung von morgen.
Mit der Entwicklung disruptiver Veränderungen im hochautomatisierten Fertigungsprozess unterstützt sie Papierunternehmen, den Energiebedarf in der Herstellung um 80 % zu senken und natürliche Ressourcen einzusparen. Die Forschungsarbeit leistet einen substanziellen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele und zur Standortsicherung der Papierindustrie in Deutschland.

29.10.24
Kompetenzzentrum Bio4MatPro
Bio4MatPro ist Teil des Forschungsverbunds Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier. Ziel ist die Herstellung von Produkten mit hoher Wertschöpfung auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die Etablierung von skalierbaren Produktionsprozessen und biobasierten Wertschöpfungsketten für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft, um die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu reduzieren.

https://t7-management.de/ziele/
10.05.26
Textilfabrik 7.0 [Factory]
Die Textilproduktion der Zukunft: Hier entsteht ein Textil-Technologie- und Entwicklungszentrum in Mönchengladbach.
Die Textilfabrik 7.0 dient als Modellprojekt für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Zuerst entsteht ein Technologie- und Entwicklungszentrum und dann ein emissionsfreier und digitalisierter Industriepark.
Statt einzelne Technologien isoliert zu betrachten, verbindet die Textilfabrik 7.0 die drei Megatrends Energieeffizienz, KI-gestützte Automatisierung, Robotik und Biotechnologie in einem praxisnahen Textil-Reallabor.
Moderne Maschinen und Anlagen ermöglichen die Entwicklung und Erprobung von:
- On-Demand-Produktion
- Microfactories
- Digital Textiles
Ergänzt wird dies durch textiltechnische und biologische Labore, in denen nachhaltige Rohstoffe erforscht und neue Materialien entwickelt werden.
Das T7-Technologie- und Entwicklungszentrum
Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Industrie entstehen neue Technologien, Produktionskonzepte und Innovationen für die Textilbranche. Gleichzeitig schafft das Projekt neue Arbeitsplätze im Rheinischen Revier.
Von der Kohle zur KI: Die Textilfabrik 7.0 steht beispielhaft für den industriellen Strukturwandel der Region. Das Projekt stärkt langfristig die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Textilproduktion. Mit der T7-Factory werden neue Arbeitsplätze geschaffen und die innovative Textilforschung am Standort gezielt weiterentwickelt.
In der ersten Entwicklungsphase (2025-2029) wird ein Textil Technologie- und Entwicklungszentrum in Mönchengladbach aufgebaut, in dem die sechs Kernmodule der Textilfabrik 7.0 in enger Zusammenarbeit von Industrie und Forschung behandelt werden.
T7-Park – emissionsfreier und digitalisierter Industriepark
In einer zweiten Entwicklungsphase soll über die Textilfabrik 7.0 hinausgehend ein Industriepark der Zukunft entstehen. Hier entwickelt und produziert die Textil- und Bekleidungsindustrie unter Zero-Emission-Bedingungen und mit CO₂-neutralen Prozessen.
Der Industriepark bietet Raum für innovative Produktionsstätten, Unternehmensniederlassungen der Textilbranche sowie nachhaltige Textil-Start-ups. So entsteht ein moderner Industriestandort, der Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion miteinander verbindet.
Dokumente
Aktuelle Förderprogramme
Ansprechpartner
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Dr. Stephan Piotrowski
Projektmanager Ressourcen & Agrobusiness
Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH
stephan.piotrowski@rheinisches-revier.de



