Mit dem vorgezogenen Kohleausstieg bis 2030 endet eine Ära, die über Jahrzehnten Wirtschaft und Gemeinschaft geprägt hat. Doch dieser Wandel ist mehr als nur eine Herausforderung – er bietet auch eine enorme Chance. Die Region wird neu ausgerichtet, mit klimaneutralen Energielösungen, innovativen Arbeitsplätzen und einer modernen, lebenswerten Infrastruktur. Hier finden Sie eine Übersicht von geförderten Projekten aus den Bereichen Innovation, Bildung und Transfer.

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AMO GmbH

Digital Hardware Hub (DHHA)

Das Rheinische Revier ist auf dem Gebiet der Nanotechnologie ein wichtiger Standort und neue Heimat des hochinnovativen Inkubationszentrums des Digital Hardware Hub Aachen (DHHA). Dieses hat den ersten Förderbescheid über rund 1,8 Millionen Euro für das Teilprojekt „DigiHub-IT“ erhalten. Unter Federführung der AMO GmbH wird dort eine zentrale Nanotechnologie-Infrastruktur zur Initiierung und Unterstützung von High-Tech Startups und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Rheinischen Revier entstehen. Mit dem „Digital Hardware Hub Aachen“ startet ein wichtiges Projekt für den Ausbau der Nanotechnologie aus Strukturstärkungsmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen für das Rheinische Revier. Mit der geplanten Nanotechnologie-Infrastruktur sollen unterschiedliche Anwendungsfelder frühzeitig identifiziert und die Wertschöpfung strukturwirksam im Bereich Mikro- und Nanotechnologie ausgeweitet werden, wobei der Wissenstransfer an Unternehmen und die Gründung hochinnovativer Startups von entscheidender Bedeutung sind. Im Fokus steht die Entwicklung von innovativer Hardware. Dabei soll nicht eine einzige zukunftsweisende Technologie alleine weiterentwickelt werden, sondern die Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie in eine Vielzahl von Innovationen transferiert werden. Hintergrund Das Projektvorhaben „Digital Hardware Hub Aachen“ der AMO GmbH teilt sich in drei Teilvorhaben: „DigiHub-IT“, das Anpassungsteilprojekt der bestehenden IT-Infrastruktur zur Schaffung einer Netz-und Austausch-plattform (Deep-Tech.Knotenpunkt), „DHHA Planungsleistungen Bau“, zur Vorbereitung der Baumaßnahme zur Errichtung des Inkubationszentrums (Büro- und Forschungsbereich) sowie als 3. Teilprojekt die Errichtung und Inbetriebnahme des Büro- und Forschungsneubaus. Insgesamt soll das Vorhaben mit rund 47 Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln für das Rheinische Revier gefördert werden. Mit dem Vorhaben soll die Basis für die Entwicklung neuer Hardware für zukünftige Anwendungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Smart Cities, autonome Mobilität, dezentrale Energieversorgung oder personalisierte Gesundheitsversorgung im rheinischen Revier gelegt und Unternehmen in der Region verankert werden. Dies geschieht durch Wissenstransfer hin zu den Unternehmen oder durch Neugründungen.

H2.Modus - Innovative Module und Subsysteme für den wirtschaftlichen Betrieb von Brennstoffzellen

In kommerziell verfügbaren Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzellensystemen (BZ-Systeme) die gegenwärtig für stationäre oder mobile Anwendungen genutzt werden, sind die Nebenaggregate als einzelne Komponenten verbaut. In Folge dessen sind Optimierungspotentiale für diese BZ-Systeme vorhanden. Durch eine erhöhte Integration der Komponenten in mehrfunktionale Module oder Subsysteme wird eine Steigerung der Robustheit und Lebensdauer bei gleichzeitiger Kostensenkung erwartet und hat vorrausichtlich eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Brennstoffzellen zur Folge. Im Rahmen des Projekts H2.Modus wird der Fokus auf den Anodenpfad von BZ-Systemen gelegt. Dazu gehören unteranderen die Komponente zur Wasserstoffrezirkulation, Ventile, ein Wasserabscheider und eine Wasserstoffversorgung. Zur Erhöhung der Bauteilintegration soll zunächst ein funktionales Modul für den Anodenkreis entwickelt werden. Nach der erfolgreichen Erprobung des Moduls soll dieses Modul zu einen Anoden-Subsystem weiterentwickelt werden, welches auch die Wasserstoffversorgung ermöglicht. Zur Entwicklung der Komponenten sollen Simulationsmodelle erstellt werden, um die thermodynamischen Zusammenhänge des Anodenpfades zu beschreiben. Des Weiteren soll eine Testumgebung aufgebaut werden, um die Anodenkomponenten unter realitätsnahen Bedingungen in einem BZ-System zu erproben. Das Forschungsprojekt H2.Modus soll dazu beitragen, den Strukturwandel des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs positiv zu beeinflussen, um das Rheinische Revier durch einen zukunftsorientierten Strukturwandel zu einer Wasserstoff-Modellregion zu entwickeln. Darüber hinaus soll das Projekt einen Beitrag zur nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands und zur Reduzierung zukünftiger Treibhausgasemissionen leisten. Das Projektkonsortium besteht aus der Pierburg GmbH (Rheinmetall AG), der FEV Europe GmbH und den Lehrstuhl für Thermodynamik mobiler Energiewandlungssysteme, der an der RWTH Aachen angegliedert ist. Durch die Zusammenarbeit dieser Projektpartner können Erkenntnisse aus der Forschung und der Industrie genutzt werden, um zielführende Projektergebnisse zu erarbeiten.