Mit dem vorgezogenen Kohleausstieg bis 2030 endet eine Ära, die über Jahrzehnten Wirtschaft und Gemeinschaft geprägt hat. Doch dieser Wandel ist mehr als nur eine Herausforderung – er bietet auch eine enorme Chance. Die Region wird neu ausgerichtet, mit klimaneutralen Energielösungen, innovativen Arbeitsplätzen und einer modernen, lebenswerten Infrastruktur. Hier finden Sie eine Übersicht von geförderten Projekten aus den Bereichen Innovation, Bildung und Transfer.

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H2.Modus - Innovative Module und Subsysteme für den wirtschaftlichen Betrieb von Brennstoffzellen

In kommerziell verfügbaren Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzellensystemen (BZ-Systeme) die gegenwärtig für stationäre oder mobile Anwendungen genutzt werden, sind die Nebenaggregate als einzelne Komponenten verbaut. In Folge dessen sind Optimierungspotentiale für diese BZ-Systeme vorhanden. Durch eine erhöhte Integration der Komponenten in mehrfunktionale Module oder Subsysteme wird eine Steigerung der Robustheit und Lebensdauer bei gleichzeitiger Kostensenkung erwartet und hat vorrausichtlich eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Brennstoffzellen zur Folge. Im Rahmen des Projekts H2.Modus wird der Fokus auf den Anodenpfad von BZ-Systemen gelegt. Dazu gehören unteranderen die Komponente zur Wasserstoffrezirkulation, Ventile, ein Wasserabscheider und eine Wasserstoffversorgung. Zur Erhöhung der Bauteilintegration soll zunächst ein funktionales Modul für den Anodenkreis entwickelt werden. Nach der erfolgreichen Erprobung des Moduls soll dieses Modul zu einen Anoden-Subsystem weiterentwickelt werden, welches auch die Wasserstoffversorgung ermöglicht. Zur Entwicklung der Komponenten sollen Simulationsmodelle erstellt werden, um die thermodynamischen Zusammenhänge des Anodenpfades zu beschreiben. Des Weiteren soll eine Testumgebung aufgebaut werden, um die Anodenkomponenten unter realitätsnahen Bedingungen in einem BZ-System zu erproben. Das Forschungsprojekt H2.Modus soll dazu beitragen, den Strukturwandel des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs positiv zu beeinflussen, um das Rheinische Revier durch einen zukunftsorientierten Strukturwandel zu einer Wasserstoff-Modellregion zu entwickeln. Darüber hinaus soll das Projekt einen Beitrag zur nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands und zur Reduzierung zukünftiger Treibhausgasemissionen leisten. Das Projektkonsortium besteht aus der Pierburg GmbH (Rheinmetall AG), der FEV Europe GmbH und den Lehrstuhl für Thermodynamik mobiler Energiewandlungssysteme, der an der RWTH Aachen angegliedert ist. Durch die Zusammenarbeit dieser Projektpartner können Erkenntnisse aus der Forschung und der Industrie genutzt werden, um zielführende Projektergebnisse zu erarbeiten.

benjamin@extrabrandt.de

Fit Green - Fachkräfteinitiative Green Economy im Rheinischen Revier

Die Umstellung auf eine dekar­bonisierte und klima­neutrale Wirt­schaft im Rheinischen Revier erfordert eine zukunfts­gerichtete Anpassung bestehender Strukturen. Durch den Strukturwandel entstehen perspektivisch 27.000 neue Arbeits­plätze in der Region. Dabei kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass dafür genügend qualifizierte Arbeits­kräfte zur Verfügung stehen. Bereits jetzt gibt es Heraus­forderungen bei der Besetzung offener Stellen. Daher ist es essenziell, den wirt­schaftlichen Wandel mit gezielten Maß­nahmen zur Gewinnung neuer Fach­kräfte zu begleiten – insbesondere durch verstärkte Ansprache junger Menschen in der Phase vor der ersten Berufswahl sowie auf der Ausbildungs­ebene. Gemeinsam Zukunft gestalten Die Fachkräfte­initiative Green Economy im Rheinischen Revier – FIT GREEN – hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Beschäftigungs­möglichkeiten aktiv zu kommunizieren. Dabei geht die Initiative über das klassische Ausbildungs­marketing für „Klima- und Umwelt­berufe“ hinaus. Sie bringt Jugend­liche, Ausbildungs­betriebe, Berufs­kollegs und weitere Akteure zusammen, um die Berufliche Orientierung zu verbessern, Nachhaltigkeits­ziele in den Ausbildungs­prozess zu integrieren und potenzielle Heraus­forderungen anzusprechen. Im Rahmen des Projekts entwickeln wir unterschiedliche Ansatzpunkte, die an die bestehende Förder- und Beratungslandschaft anknüpfen und diese ergänzen. Die in der Projektlaufzeit erprobten, evaluierten und fortlaufend weiterentwickelten Konzepte und Formate sollen am Ende der Projektlaufzeit – auch revierübergreifend – Unternehmen, Schulen und andere Institutionen bei der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft unterstützen sowie jungen Menschen neue Wege bei ihrer Beruflichen Orientierung bieten. Denn junge Menschen haben ein großes Interesse an authentischen Einblicken in ihre zukünftigen Berufs­felder. Auch liegt hier für Unter­nehmen die Chance, ihre Tätig­keiten transparent und zielgerichtet zu vermitteln und ihre Ausbildungs- und Arbeits­bedingungen attraktiver zu gestalten, um so erfolgreich Fach­kräfte zu finden und zu binden.