RHEINISCHES REVIER

Fachkräfte

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Arbeitsmarkt und berufliche Bildung im Rheinischen Revier

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Aufbau eines modernes Innovationsökosystem im Rheinischen Revier sind die Menschen vor Ort, die durch leicht zugängliche bedarfsorientierte Bildungs- und Qualifizierungsangebote über verschiedene Handlungsfelder hinweg gezielt auf die Anforderungen der künftigen Arbeitswelt vorbereitet werden. Grundlage zur Erarbeitung dieser Angebote bildet die enge Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Sozialpartnern. Es entsteht ein leistungsfähiger Innovationsraum, der zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wertschöpfung sichert. 

Arbeitsmarkt & Bildung bezeichnet den Bereich, der sich mit der Entwicklung, Vermittlung und Nutzung von Qualifikationen und Kompetenzen befasst. Wichtige Akteure sind sowohl staatliche als auch private Institutionen aus dem Hochschulwesen, der beruflichen Aus- und Weiterbildung, sowie der Arbeitsvermittlung und -förderung. Die Vernetzung dieser Bildungsakteure und der Ausbau bedarfsgerechter Bildungsangebote trägt dazu bei, die Menschen vor Ort auf neue berufliche Perspektiven vorzubereiten und dadurch die Region langfristig wirtschaftlich zu stärken.

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Netzwerke

Projektlandkarte Bildung & Qualifizierung

Sabine Kortmann/CLIB

Graduiertencluster AUFBRUCH

AUFBRUCH vereint erstmalig drei Universitäten, drei Fachhochschulen, eine Forschungseinrichtung und ein Innovationsnetzwerk in einem zukunftsorientierten Graduiertencluster, der mit 12,5 Millionen Euro vom BMBF gefördert wird.

Das Rheinische Revier hat die Vision, zeitnah zu einer Modellregion der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bioökonomie zu werden. Der Graduiertencluster AUFBRUCH möchte hierbei junge Menschen in ihren Promotionen befähigen, das Momentum zur Veränderung aufzugreifen und den Aufbruch in eine nachhaltige Bioökonomie mitzugestalten. AUFBRUCH ist dabei als eins von 31 Vorhaben der 19 Ankerprojekte benannt, die aus Sicht des Landes NRW zentral für eine erfolgreiche, zügig und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels sind. Nachhaltigkeit ist eins der zentralen Kriterien für eine erfolgreiche Bioökonomie, aber keinesfalls eine automatische Folge. Gemäß der Vereinten Nationen bedarf es „einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Zukunft.“ In AUFBRUCH ist dazu ein Konsortium von acht Partnern im und um das Rheinische Revier versammelt, namentlich die RWTH Aachen University, die FH Aachen, der Cluster industrielle Biotechnologie (CLIB), die Technische Universität Dortmund, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Forschungszentrum Jülich, die TH Köln und die Hochschule Niederrhein. Damit sind in AUFBRUCH Kompetenzen aus Biotechnologie, Chemie, Verfahrenstechnik, Logistik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Raumplanung abgebildet. Die insgesamt 37 geförderten Promotionsvorhaben, zuzüglich assoziierter Projekte, ordnen sich thematisch jeweils einem von sechs Innovationsbereichen zu, die an Fallbeispielen übergeordnete Herausforderungen der Bioökonomie im Revier adressieren.

benjamin@extrabrandt.de

Fit Green - Fachkräfteinitiative Green Economy im Rheinischen Revier

Die Umstellung auf eine dekar­bonisierte und klima­neutrale Wirt­schaft im Rheinischen Revier erfordert eine zukunfts­gerichtete Anpassung bestehender Strukturen. Durch den Strukturwandel entstehen perspektivisch 27.000 neue Arbeits­plätze in der Region. Dabei kann nicht einfach davon ausgegangen werden, dass dafür genügend qualifizierte Arbeits­kräfte zur Verfügung stehen. Bereits jetzt gibt es Heraus­forderungen bei der Besetzung offener Stellen.

Daher ist es essenziell, den wirt­schaftlichen Wandel mit gezielten Maß­nahmen zur Gewinnung neuer Fach­kräfte zu begleiten – insbesondere durch verstärkte Ansprache junger Menschen in der Phase vor der ersten Berufswahl sowie auf der Ausbildungs­ebene.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die Fachkräfte­initiative Green Economy im Rheinischen Revier – FIT GREEN – hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Beschäftigungs­möglichkeiten aktiv zu kommunizieren. Dabei geht die Initiative über das klassische Ausbildungs­marketing für „Klima- und Umwelt­berufe“ hinaus. Sie bringt Jugend­liche, Ausbildungs­betriebe, Berufs­kollegs und weitere Akteure zusammen, um die Berufliche Orientierung zu verbessern, Nachhaltigkeits­ziele in den Ausbildungs­prozess zu integrieren und potenzielle Heraus­forderungen anzusprechen.

Im Rahmen des Projekts entwickeln wir unterschiedliche Ansatzpunkte, die an die bestehende Förder- und Beratungslandschaft anknüpfen und diese ergänzen. Die in der Projektlaufzeit erprobten, evaluierten und fortlaufend weiterentwickelten Konzepte und Formate sollen am Ende der Projektlaufzeit – auch revierübergreifend – Unternehmen, Schulen und andere Institutionen bei der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft unterstützen sowie jungen Menschen neue Wege bei ihrer Beruflichen Orientierung bieten.

Denn junge Menschen haben ein großes Interesse an authentischen Einblicken in ihre zukünftigen Berufs­felder. Auch liegt hier für Unter­nehmen die Chance, ihre Tätig­keiten transparent und zielgerichtet zu vermitteln und ihre Ausbildungs- und Arbeits­bedingungen attraktiver zu gestalten, um so erfolgreich Fach­kräfte zu finden und zu binden.

https://wirksam.nrw

WIRKsam

Unsere Lösungen fördern KI-Kompetenzen, unterstützen die Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze und stärken die Zukunftsfähigkeit produzierender Unternehmen. Wir unterstützen insbesondere kleine und mittlere Betriebe dabei, Künstliche Intelligenz wirksam, menschengerecht und nachhaltig einzusetzen. Als Kompetenznetzwerk verbinden wir Arbeitswissenschaft, Technologie und Praxis, um KI-Lösungen gemeinsam zu entwickeln, zu erproben, zu bewerten und erfolgreich in Arbeitssysteme zu integrieren.

Berufsbildungszentrum Euskirchen

Zukunftswerkstatt Berufsbildungszentrum Euskirchen

Der Fachkräftemangel im produzierenden Gewerbe und im Handwerk setzt die Region unter besonderen Handlungsdruck. Angesichts neuer technologischer Anforderungen und ökologischer Herausforderungen sind viele Betriebe auf gut ausgebildete Mitarbeitende angewiesen.

Für die Zukunft soll daher ein Thema gestärkt werden, das in allen Bereichen der Wirtschaft eine zentrale Rolle spielt: praxisnahe und zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung. In Euskirchen entsteht mit den „Zukunftswerkstätten Berufsbildungszentrum Euskirchen“ ein innovatives Bildungszentrum, das ergänzende Aus- und Weiterbildungsangebote für das produzierende Gewerbe bereitstellt.

Neue Bildungsschwerpunkte in den Bereichen der ökologischen Transformation sowie moderne Lehrwerkstätten ermöglichen den praxisnahen Umgang mit zukunftsrelevanten Technologien. Das Projekt des Berufsbildungszentrums Euskirchen leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Fachkräftebasis und unterstützt Unternehmen dabei, den Wandel aktiv zu gestalten.

https://projekte.rheinisches-revier.de/bewilligte-projekte/projektdetails/new-business-factory

New Business Factory

Mit Bildung, Gründung und Wachstum zur nachhaltigen digitalen Transformation

Die digitale Transformation des Rheinischen Reviers entwickeln und umsetzen, das ist das Ziel der New Business Factory. Das klingt sehr theoretisch, doch das Konzept des Projekts basiert auf drei konkreten Säulen: Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, Unterstützung von Start-ups in der erfolgskritischen Gründungs- und Anlaufphase und Begleitung von etablierten Unternehmen bei der nachhaltigen und systematischen Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Eine Besonderheit ist der stetige Austausch zwischen diesen drei Bereichen, durch den eine „Digitalfabrik für das Rheinische Revier“ entstehen soll. Projektpartner sind der digitalHUB Aachen, die Fachhochschule Aachen sowie das Institut für Technologie und Innovations-Management der RWTH Aachen.

Innerhalb von drei bis sechs Jahren, so die Zielsetzung der Projektbeteiligten, soll sich durch die New Business Factory ein pulsierendes Ökosystem etablieren, das sich auf das gesamte Rheinische Revier auswirkt. Die Bildung und Weiterbildung nimmt hierbei eine wichtige Funktion ein, da sich durch die Digitalisierung die Berufsbilder verändert haben und sich auch zukünftig weiterentwickeln werden.



skillzUP

skillzUP ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) zur Förderung digitaler Kompetenzen bei jungen Menschen aus Mönchengladbach und Umgebung. Wir machen Schüler, Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger im Alter von 13 bis 23 Jahren fit für die Möglichkeiten des Digitalen Zeitalters und bereiten sie für die zukünftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes vor. Unsere Mission ist es, den digitalen Strukturwandel in unserer Region proaktiv voranzutreiben.

Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier

Das Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2020 geförderten Kompetenzzentrum Bildung im Strukturwandel. Die Aufgabe, den Strukturwandel aus der Bildungsperspektive zu analysieren und durch Impulse und Netzwerkarbeit mit zu gestalten, erfüllt das multiprofessionelle Team insbesondere mit Fokus auf die Themen Fachkräftesicherung, Berufsorientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ausbildung und Weiterbildung.

TH Köln

AKzentE4.0

Mit AKzentE4.0 entsteht in der Region Aachen eine zentrale Anlaufstelle für das Thema digitale Technologie und Künstliche Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt. Das Projekt AKzentE4.0 befasst sich intensiv mit der menschengerechten Einführung und Umsetzung von Digitalisierungskonzepten und innovativen Technologien, insbesondere KI, für Industrie und Handwerk.  

https://aivillage.de/

AI Village

Das AI Village ist der Innovationscampus für Künstliche Intelligenz und Robotik in NRW und eines der Ankerprojekte des Strukturwandels im Rheinischen Revier.

Als physischer Hub versteht sich das AI Village als Ort echter Begegnungen und als Zentrum eines stetig wachsenden KI-Ökosystems im Rheinischen Revier und darüber hinaus. Das AI Village verfolgt das Ziel, KI-Anwendungen und disruptive Innovationen im Bereich der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen zu etablieren. Hierfür greift es auf ein deutschlandweit einzigartiges Expertennetzwerk aus Forschungseinrichtungen und KI-Unternehmen zurück. Durch seine Fort- und Weiterbildungsangebote schafft das AI Village Perspektiven für vom Strukturwandel betroffenes Personal und bietet zugleich die Möglichkeit, Künstliche Intelligenz auf einer Demonstrationsfläche hautnah zu erleben und praktisch zu erproben. Damit überführt es Künstliche Intelligenz aus der abstrakten Theorie in die konkrete Anwendung und trägt dazu bei, Wissen zu vermitteln sowie Berührungsängste abzubauen.



Kompetenzzentrum Bio4MatPro

Bio4MatPro ist Teil des Forschungsverbunds Modellregion Bioökonomie im Rheinischen Revier. Ziel ist die Herstellung von Produkten mit hoher Wertschöpfung auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die Etablierung von skalierbaren Produktionsprozessen und biobasierten Wertschöpfungsketten für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft, um die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu reduzieren.  

Forschungszentrum Jülich / BioökonomieREVIER / Sascha Kreklau

BioökonomieREVIER

BioökonomieREVIER als Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften und innovative Kreislaufprozesse.

Neue Perspektiven für die Wirtschaft, die Umwelt und die Gesellschaft – das will BioökonomieREVIER im Rheinischen Revier in einer Zeit des Wandels erreichen. Entstehen soll ein regionales Innovationssystem, das die Stärken der Region aufgreift und weiterentwickelt.

Orte mit Geschichte werden dabei zu Orten der Zukunft – in sogenannten Profilorten, an denen Bioökonomie konkret erlebbar wird: wie Bürgewald, dem ehemaligen Morschenich-Alt. Mit dem Agri-Food-Energy-Park und der neuen Koordinationsstelle entsteht dort ein lebendiges Zentrum, in dem Landwirtschaft, Forschung und Technologie zukunftsfähige Lösungen gemeinsam voranbringen.

So entwickelt sich das Rheinische Revier Schritt für Schritt zu einem Leuchtturm für eine zirkuläre, klimaneutrale Bioökonomie – mit Modellcharakter weit über die Region hinaus. BioökonomieREVIER steht dabei für einen Strukturwandel, der Ressourcen schont, Menschen einbindet und neue Perspektiven schafft.

Felix May, RWTH Aachen

Circular E-Cars

Das Graduiertenkolleg (GRK) Circular E-Cars verfolgt das anspruchsvolle Ziel, das Rheinische Revier zu einem europaweit führenden Standort für Forschung, Entwicklung und Innovation zur Etablierung metallfokussierter Kreisläufe von Elektroautos (E-Cars) zu entwickeln. Dafür werden alle erforderlichen Kompetenzen von wissenschaftlichen Institutionen, Investitions- und Know-how-Partnern in einem Innovationsökosystem vernetzt synchronisiert und über die Zeit systematisch weiter ausgebaut. Die Vision des Vorhabens besteht darin, neue Wege in der Kreislaufwirtschaft verschiedener Stoffströme von E-Cars zu gehen und im Rheinischen Revier zu etablieren. Circular E-Cars trägt damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen bei.

Circular E-Cars beforscht in Lösungspartnerschaften mit Unternehmen und verschiedenen Akteur:innen aus Praxis und Wissenschaft alle Elemente innovativer, zirkulärer Wertschöpfungsketten von E-Cars, wobei die R9-Strategien (Rethink, Reduce, Reuse, Repair, Refurbish, Remanufacture, Repurpose, Recycle, Recover) systematisch angewendet werden. Die Etablierung nachhaltiger, zirkulärer Wertschöpfungsketten von E-Cars zielt auf die Werterhaltung von Produkten und Materialien ab. Dazu wird ein agiles Innovationsökosystem etabliert, das mögliche Konflikte zwischen der Stabilität von Kooperationsbeziehungen und dynamischem Wandel von Rahmenbedingungen der Nachhaltigkeit produktiv zu lösen vermag. Die wissenschaftliche Herausforderung besteht darin, inter- und transdisziplinär und mehr noch transformativ zu arbeiten. Dazu wurde das wissenschaftliche Konsortium neben den wirtschaftlichen Partnern wie folgt gezielt zusammengestellt: RWTH Aachen (mit ihren inter- und transdisziplinären Plattformen Center for Circular Economy (CCE), Transformationsplattform REVIERa, Mine ReWIR-Netzwerk und HumTec), FH Münster, Universität Siegen, Wuppertal Institut sowie Humboldtn als Initiative der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in NRW.

Aktuelle Förderprogramme

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Nora Robertz-Peters

Projektmanagerin Innovation Office, Arbeitsmarkt & berufliche Bildung

Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH

nora.robertz-peters@rheinisches-revier.de

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Melanie Strzelecki

Projektmanagerin Arbeitsmarkt & berufliche Bildung

Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH

melanie.strzelecki@rheinisches-revier.de